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Deckvermögen



Früher auch als "Deckkraft" oder "Deckfähigkeit" bezeichnet, ist gemäß DIN EN 971-1 das Vermögen eines Beschichtungsstoffes, die Farbe oder Farbunterschiede eines Untergrundes zu verdecken. Das Deckvermögen wird durch deckende Pigmente erreicht und kann meist durch die Kombination mit geeigneten Füllstoffen noch erhöht werden. Abhängig ist es vom (Licht-) Brechungsindex des betreffenden Pigments sowie seiner Teilchengröße und Verteilung im jeweiligen Medium. Das Deckvermögen ist um so besser, je größer der Unterschied der Brechungsindizes zwischen Bindemittel und Pigment bzw. Füllstoff ist. Füllstoffe weisen im Vergleich zu Pigmenten generell ein schlechteres Deckvermögen auf. Klarlacke und Lasuren besitzen kein bzw. ein nur sehr geringes Deckvermögen. Als Deckungskriterium wird bei unbunten Beschichtungen das Kontrastverhältnis zwischen den schwarzen und weißen Feldern des mit einer bestimmten Menge des betreffenden Anstrichstoffes versehenen Untergrundes gemessen. Bei bunten Beschichtungen wird stattdessen der Farbabstand ermittelt.


->Z9, Prüfverfahren und Prüfgeräte
Werkstoffe, deren Eigenschaften ungenügend bekannt sind, müssen auf ihre Eignung für den vorhergesehenen Verwendungszweck untersucht werden, bevor es möglich ist, sie technisch zu verwerten.Hierzu werden die Tests unterworfen, deren Ergebnis bestimmend ist für weitere Verbesserungen in der Herstellung der Werkstoffes und bei seiner Verarbeitung. Außerdem sind zur Gewährleistung gleichbleibender Typen laufende Prüfungen von bewährten Werkstoffen üblich, vor allem auch darauf, ob die Stoffe in ihren physikalischen und anwendungstechnischen Eigenschaften dem Typ entsprechen.
Nicht viele dieser Untersuchungen sind mit ausreichender Genauigkeit von Hand durchzuführen.Die Werkstoffprüfung bedient sich daher spezieller Präzisionsgeräte und Prüfeinrichtungen. Es handelt sich dabei zum Teil um Maßinstrumente, da die Prüfung zumeist mit Messungen aller Art verbunden sind.
In der Anstrichtechnik erstreckt sich die Werkstoffprüfung auf die Anstrichstoffe. Zur Feststellung ihrer Eigenschaften sind zu untersuchen

Rohstoffe der Anstrichmittel,

das flüssige Anstrichmittel,

der Anstrichfilm(naß und/oder getrocknet).

Hierbei sind für die Malerarbeit meist die einfachen Prüfverfahren ausreichend (Viskositätsmessung, Wischprobe usw.), da die handelsüblichen Werkstoffe weitgehend erprobt und mit genauen Verarbeitungshinweisen versehen sind.Will der Verarbeiter ein Anstrichmittel auf Eignung oder Farbton im Anstrich prüfen,so genügt meist ein Probeanstrich auf dem vorgesehenen Untergrund.(Die Prüfung der Anstrichuntergründe,z.B. mittels Indikatorpapier auf alkalische Reaktion eines Putzes, betrifft nicht die Werkstoffprüfung.)

Von großer bedeutung ist die Werkstoffprüfung jedoch für die Anstrichmittelindustrie.Sie ist bei der Entwicklung neuer Anstrichmaterialien auf Versuche und Messungen angewisen, welche mit wissenschaftlicher Genauigkeit unter Verwendung spezieller Prüfgeräte durchgeführt werden.Ziel solcher Prüfungen ist letzlich,festzustellen,ob der Anstrich haltbar ist.Die in Zusammenhang stehenden Filmeigenschaften, die hierzu die Voraussetzung sind- Dehnbarkeit,Härte,Haftfestigkeit usw.- werden anhand von Einzelprüfungen beurteilt; eine umfassende Beurtilung gestattet die praktische Erprobung von Anstrichen auf dem Bewitterungszustand. Zur feststellung der Verträglichkeit werden besondere Prüfungen der Bindemittelbestandteile Weichmacher,Pigmente usw. durchgeführt.

Wichtige für die Vergleichbarkeit der Ergebnisse ist es, dass bei allen Untersuchungen die gleichen Prüfbedingungen herrschen (z.B. gleiche Temperatur und Luftfeuchtigkeit, gleicher Anstrichuntergrund, gleiche Lichtverhältnisse). Die Prüfungsbedingungen wurden daher für die wichtigsten Prüfvefahren in DIN-Normen erfast. (->Z19,Normen und Vorschriften/e:Sachübersicht; an Hand der dort ausgeführten Stichwörter Farbmessung,Klimaprüfungen,Viskositätsbestimmung und Prüfung verschiedener Anstrichstoffe lassen sich die einschlägigen Normblätter in der DIN-Normen-Übersicht nachschlagen). Vgl. auch Teil I:->Glanz;Lackprüfungen;Viskosität.



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